Kleinasien
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Reiseziel Kleinasien
Unter Kennern gilt Kleinasien als das »zweite Heilige Land«. In der heutigen Türkei findet man trotz des heute vorherrschenden Islam viele Orte – oder zumindest die Überreste davon – die in der Bibel eine wichtige Rolle spielen. Die Gemeinden, an die Johannes die sieben Sendschreiben adressierte, der Geburtsort des Apostel Paulus und das Gebiet seiner Missionsreisen – viele Stätten aus dem Neuen Testament sind hier zu finden.
Darüber hinaus erhielt in Anatolien das frühe Christentum eine entscheidende Prägung und auch das legendäre Troja befindet sich in der heutigen Türkei. Die Erholung kommt dank traumhaften Sandstränden und einzigartigen Naturschauspielen nicht zu kurz.
Auf den Spuren des Apostel Paulus
Apostel Paulus wurde als Saulus geboren, in der Hafenstadt Tarsus, direkt am Mittelmeer in der heutigen Südtürkei. Seine Briefe, die einen großen Teil des Neuen Testaments ausmachen, waren unter anderen an die Gemeinden in Kleinasien gerichtet.
Eine der wichtigsten Hauptstädte der alten Welt war Ephesus. Die Stadt war ein Zentrum des Welthandels und eine Metropole des Hellenismus. Der Dianatempel war eines der sieben Weltwunder.
Um 54 n.Chr. traf Paulus in Ephesus ein und formte trotz großem Widerstand im Laufe der Zeit eine blühende Gemeinde. An Ephesus richtet sich auch das erste der sieben Sendschreiben der Offenbarung.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ephesus sind das Odeon, das Rathaus, die Kuretenstraße und die restaurierte Fassades der Celsiusbibliothek.
Ephesus ist die wichtigste Ausgrabungsstätte in der heutigen Türkei und bietet einen faszinierenden Einblick in die Zeit des Apostels Paulus.
An die Gemeinde in Kolossä, im Flusstal des Lykos gelegen, war der Kolosserbrief gerichtet. Die Christen dort waren vermutlich durch Leute zum Glauben gekommen, die in Ephesus mit Paulus zusammentrafen. Später sandte Paulus seinen Mitarbeiter Epaphras nach Kolossä, um die Gemeinde zu betreuen (Kolosser 1,7).
Die Gemeinden der sieben Sendschreiben
Neben Ephesus richteten sich die Sendschreiben an die Gemeinden von Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea. Nachzulesen sind die Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 2 und 3.
In Pergamon können auf der Akropolishöhe viele Ausgrabungen besichtigt werden: Reste des Königspalastes, das steilste Theater der Antike und die Fundamente des Zeusaltars – der sich im Pergamonmuseum in Berlin befindet.
Der letzte König der Stadt Sardes war der sprichwörtlich reiche König Krösus, Sardes war die Hauptstadt des Reiches der Lydier, das erste Volk, das Gold- und Silbermünzen prägen ließ. Überreste des alten Smyrna sind in der Großstadt Izmir zu sehen.
Das frühe Christentum
In Anatolien nahm das frühe Christentum Gestalt an und verbreitete sich so sehr, dass es 393 n. Chr. zur Staatsreligion erhoben wurde. Das heutige Istanbul war früher als Konstantinopel die wichtigste christliche Stadt neben Rom.
Auch Nicäa, das heutige Iznik, ist stark mit der Kirchengeschichte verbunden – dort wurde das nicäische Glaubensbekenntnis formuliert.
Faszinierende Natur und Geschichte
Traumhafte Meeresstrände in der Ägäis und an der Mittelmeerküste, einzigartige Thermalquellen und Kalk-Sinter-Terrassen in Pamukkale sind beeindruckende Reiseziele.
Und wer kennt nicht die Erzählung des griechischen Poeten Homer von der sagenhafte Stadt Troja. Die Stadt gab es wirklich – in der heutigen Türkei.
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